AKTUELLES

Kanzleigründung ? -

Unternehmerqualitäten erforderlich!

15.03.2022

Fast jeder, der den Beruf des Rechtsanwalts ergreift, beschäftigt sich früher oder später einmal mit der Frage, eine eigene Kanzlei zu gründen. Eine Frage, die angesichts des großen Konkurrenzdrucks wohl überlegt sein will. Neben Überzeugung und wohlüberlegter Planung ist viel Engagement und Leidenschaft für den Beruf erforderlich.


Nicht nur während der Ausbildung, sondern auch im Angestelltenverhältnis steht häufig das reine Fachwissen und handwerkliche Können im Vordergrund. Wenn Sie als selbständiger Rechtsanwalt bestehen wollen, müssen Sie jedoch über weit mehr Fähigkeiten verfügen. Gefragt ist nicht mehr nur das Arbeiten am Fall, sondern Unternehmerqualitäten. Hierzu gehört neben der Fähigkeit zur Akquise auch die effektive Organisation einer Kanzlei vom Sekretariat bis zur Buchhaltung. Auch müssen Sie bereit sein, von einer 38-Stunden-Woche abzurücken, „selbst“ und „ständig“ sind die entscheidenden Stichworte.


„Wer Visionen hat, sollte nicht zum Arzt gehen“. Planung ist alles!

Eine zentrale Frage ist die Marktpositionierung der eigenen Kanzlei. Je allgemeiner das Dienstleistungsangebot ist, desto größer wird die Konkurrenz sein. Stellen Sie sich beispielsweise auf breiter Front im Zivil- oder Strafrecht auf werden Sie Schwierigkeiten haben sich von anderen Kanzleien abzuheben. Andererseits birgt ein von Beginn an zu spezialisiertes Beratungsangebot die Gefahr, dass die entsprechende Klientel nicht erreicht wird, sofern nicht auf ein bereits bestehendes Netzwerk zurückgegriffen werden kann.
Eine wichtige Rolle für die strategische Ausrichtung der eigenen Kanzlei spielt aber auch die eigene Arbeitsweise. Wer gerne völlig eigenständig tätig ist, fährt mit einer Einzelkanzlei sicher besser als derjenige, der lieber im Team arbeitet. Auch im letzten Fall muss es nicht gleich ein partnerschaftlicher Zusammenschluss sein. Schließlich ist eine Bürogemeinschaft gerade für Existenzgründer ein hervorragendes Modell, um einerseits kollegialen Anschluss mit dem Vorteil der Kostenteilung zu haben, andererseits jedoch völlig frei agieren zu können.


Entwicklung einer Kanzleivision & Strategie

Vor der Entwicklung einer Kanzleivision sollte man sich zunächst intensiver mit Kreativitätsprozessen und Kommunikation beschäftigen und dieses Thema erst vorzubereiten. Hierbei kann eine spezialisierte Gründungsberatung punktgenau unterstützen. Diese wird nicht nur den Visionsprozess schneller zu einem aussagekräftigen Ergebnis führen, sie wird auch unbewusste Paradigmen aufzeigen, Blockaden auflösen andere Sichtweisen einbeziehen.


Wichtige Fragen in diesem Prozess sind u.a.:

 

  • Wo soll die Kanzlei konkret in diesem Jahr, in den nächsten drei und fünf Jahren und in 15 Jahren stehen? 
  • Welcher Umsatz und welcher Gewinn sollen erzielt werden? 
  • Welche Mandate sollen in welchem Rechts- und Geschäftsfeld bearbeitet werden? Wie sieht die Mandatsstruktur und die Einkommensstruktur aus? 
  • Wie viele Anwälte und Mitarbeiter soll die Kanzlei beschäftigen? 
  • Welche Spezialisierungen/ Interessenschwerpunkte sollen abgebildet werden? 
  • Wie viele Standorte soll es geben? Und wie sieht die Infrastruktur der Kanzlei aus?

 

Marktpositionierung & Kanzleiidentität

Bei der Positionierung Ihrer Kanzlei geht es darum, Ihre Kanzleiwerte sowie den Expertenstatus der die Kanzlei tragenden Fachleute für die Mandanten sichtbar zu machen und in den Markt zu tragen:

 

  • Wofür steht die Kanzlei? 
  • Welche Bedürfnisse der Mandanten werden bedient? 
  • Welche Probleme werden gelöst? 

 

Um Ihre Kanzlei derart im Markt zu positionieren, bedarf es eines entsprechenden Brandings, also einer gewissen Kanzleiidentität, die gelebt und kommuniziert werden muss. 

 

 

Fragen? Nutzen Sie unser kostenloses Erstgespräch. 

Weitere Infos und Kontakt unter:

www.rosenbohm-beratungen.de

 

NEUES LEISTUNGSANGEBOT

29.12.2021

Wir erweitern das bestehende Leistungs- und Produktportfolio um weitere wichtige Bausteine. Neben Restrukturierung & Sanierung, Coaching und Vereinsberatung bieten wir unseren Kunden und Interessenten nun umfassende Beratungsleistungen in den Bereichen Datenschutz, Compliance und Change Management an.

 

DSGVO? Was war das nochmal?

 

Die Datenschutz-Grundverordnung stärkt den Stellenwert personenbezogener Daten von Verbrauchern und sichert ein europaweit einheitliches Datenschutzniveau. Ihnen werden umfangreiche Informationsrechte über die Verarbeitung ihrer Daten zugesprochen.

 

Viele Unternehmen, insbesondere kleinere, sind von der Vielzahl der neuen Pflichten überfordert- auch in Anbetracht der enormen Strafen bei einer Missachtung der DSGVO.

Die meisten Artikel und Auskünfte im Internet sind jedoch nur für große Unternehmen geschrieben, was viele Einzelunternehmer verunsichert. Hier beantworten wir mit unserem neuen Angebot die Fragen, die Sie sich als Gründer, Freiberufler oder Kleinunternehmer stellen.

 

Was bedeutet Compliance?

 

Im Zentrum von Compliance steht die rechtssichere Aufbauorganisation eines Unternehmens. Diese umfasst alle gesetzlich vorgeschriebenen Rollen einer Organisation, vom Geschäftsführer bis zum Mitarbeiter einschließlich aller Rechte und Pflichten. Dabei wird die aktuelle Rechtsprechung in Hinblick auf das Organisationsverschulden und die Delegation von Aufgaben und Pflichten berücksichtigt. Dadurch schafft Compliance Transparenz über Zuständigkeiten, Rollen und damit verbundene Anforderungen und trägt zur Organisationsdisziplin im Unternehmen bei.

 

Change Management

 

Veränderungs- und Transformationsprozesse sind in Unternehmen und Organisationen mittlerweile an der Tagesordnung. Für Mitarbeitende und Führungskräfte sind sie ein ständiger Begleiter geworden. Oft laufen verschiedene Veränderungsprozesse parallel, ohne klare Anfangs- und Endpunkte. Diejenigen, die mit dieser konstanten Veränderung arbeiten, stehen somit vor der großen Herausforderung, komplexe Veränderungsprozesse zu managen, zu strukturieren und proaktiv mitzugestalten.

 

Weitere Infos und Kontakt unter:

www.rosenbohm-beratungen.de

 

Wir machen Urlaub!

05.07.2021

In den Sommerferien ist unser Büro vom

8. - 23. Juli 2021

geschlossen.

Ab dem 26. Juli sind wir wieder für Sie erreichbar.

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Insolvenz dauert nur noch 3 Jahre

 

06.01.2021

Die Höchstdauer von 3 Jahren gilt übrigens auch rückwirkend für Insolvenzverfahren, die seit dem 1. Oktober 2020 beantragt wurden. Wer das dreijährige Insolvenzverfahren anstrebt, kann nun guten Gewissens einen Insolvenzantrag stellen.


Darüber hinaus wurde eine Übergangsregelung für Insolvenzanträge beschlossen, die zwischen dem 17. Dezember 2019 und dem 30. September 2020 beim Insolvenzgericht eingegangen sind. Diese Verfahren verkürzen sich jeweils um die Zeit, die seit dem 16. Juli 2019 vergangen ist.
An diesem Tag ist die EU-Richtlinie 2019/1023 in Kraft getreten, die vom Gesetzgeber nun in deutsches Recht überführt wurde. Diese Richtlinie besagt, dass Unternehmensinsolvenzen europaweit zukünftig nur noch höchstens 3 Jahre dauern sollen.

Deutschland erweitert diese Vorgabe sogar und hat entschieden, dass auch eine Privatinsolvenz nach spätestens 3 Jahren abgeschlossen ist.


Schuldenfrei nach 3 Jahren ohne 35-Prozent-Hürde


Bis zur Neuregelung des Restschuldbefreiungsverfahrens konnten Schuldner die Insolvenzlaufzeit nur auf 3 Jahre verkürzen, wenn sie in dieser Zeit 35% ihrer Schulden und die Verfahrenskosten begleichen konnten. Diese Vorgabe wurde komplett gestrichen.
Die Privatinsolvenz endet dementsprechend nach 3 Jahren, ohne dass eine Mindestquote erfüllt werden muss.

 

Um die Restschuldbefreiung zu erlangen, müssen Schuldner in der Wohlverhaltensphase weiterhin Obliegenheiten erfüllen, zu denen z.B. die Suche nach einem angemessenen Arbeitsplatz gehört.


Für alle Fragen zum Thema Insolvenz stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Nutzen Sie unsere kostenlose Erstberatung.

Corona-Überbrückungshilfe II

für kleine und mittelständische Unternehmen

 

16.12.2020

Kleine und mittelständische Unternehmen, die durch Corona-bedingte vollständige oder teilweise Schließungen oder Auflagen weiterhin erhebliche Umsatzausfälle erleiden, konnten für die Monate Juni bis August 2020 Überbrückungshilfe I zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz erhalten. Die Überbrückungshilfe I endete am 31. August 2020.

 

Die Überbrückungshilfe II umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für die Überbrückungshilfe II können seit dem 21. Oktober gestellt werden. Antragsberechtigt für die anteiligen Zuschüsse zu den betrieblichen Fixkosten sind Unternehmen, Organisationen, Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe sowie auch betroffene gemeinnützige Unternehmen und Organisationen, unabhängig von ihrer Rechtsform, die dauerhaft wirtschaftlich am Markt tätig sind (z.B. Jugendbildungsstätten, überbetriebliche Berufsbildungsstätten, Familienferienstätten). Den besonders betroffenen Branchen wird dabei weiterhin durch eine abgestufte Fördersystematik Rechnung getragen, die bei besonders hohen Umsatzeinbußen eine anteilig höhere Übernahme der fixen Betriebskosten vorsieht.

 

Die wichtigsten Elemente und Änderungen der Überbrückungshilfe II sind:

  • Laufzeit der Überbrückungshilfe II: September bis Dezember 2020
  • Antragsvoraussetzung: Fokus auf besonders betroffene Unternehmen soweit sie sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds qualifizieren. Das Programm gilt branchenübergreifend, wobei es die Besonderheiten der besonders betroffenen Branchen berücksichtigt

 

Grundsätzlich sind Unternehmen aller Größen, Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb aller Branchen (inkl. landwirtschaftlicher Urproduktion) antragsberechtigt, die mindestens eines der folgenden beiden Kriterien erfüllen:

  • Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten.
  • Umsatzeinbruch von mindestens 30% im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum (Bisher Umsatzrückgang in den Monaten April und Mai 2020 zusammengenommen um mindestens 60 Prozent ggü. April und Mai 2019 (bzw. November/Dezember 2019 bei neu gegründeten Unternehmen); fortdauernder Umsatzrückgang um mindestens 40%)

 

Zuschuss:

Monatliche Fixkostenerstattung in Höhe von:

  • 90% der Fixkosten bei mehr als 70% Umsatzeinbruch (bisher 80% der Fixkosten);
  • 60% der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50% und 70% (bisher 50% der Fixkosten);
  • 40% der Fixkosten bei Umsatzeinbruch von mehr als 30% (bisher bei mehr als 40% Umsatzeinbruch) jeweils Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat.

 

Damit gilt weiterhin: „Je größer der Umsatzeinbruch, desto höher der Zuschuss“.

  • Maximale Förderung: 50.000 Euro pro Monat bzw. maximal 200.000 Euro für vier Monate. Die KMU-Schwelle, wonach bei Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten max. 9.000 Euro, mit bis zu 10 Beschäftigten max. 15.000 Euro förderfähig sind, entfällt.
  • Die Personalkosten werden in der Überbrückungshilfe mit einer Pauschale erstattet. Diese wird auf 20 % (der förderfähigen Fixkosten) erhöht. (bisher 10 %)
  • Durchführung durch die Länder in einem vollständig digitalisierten Verfahren unter Einbeziehung der Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwälte.
  • Bei der Schlussabrechnung sind künftig Nachzahlungen ebenso möglich wie Rückforderungen. (bei Überbrückungshilfe I keine Nachschusspflicht).

 

Die Antragsplattform mit allen weiteren Informationen (u.a. FAQ) zur neuen Überbrückungshilfe:

 

https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/

 

Die Überbrückungshilfe ist ein Zuschuss bei Corona-bedingten Umsatzrückgängen für die Monate Juni bis August (Überbrückungshilfe I) und September bis Dezember (Überbrückungshilfe II) und schließt zeitlich an die Soforthilfen an, die von mehr als 2 Millionen kleinen Unternehmen und Solo-Selbständigen sowie Angehörigen der Freien Berufe bis zum 31. Mai 2020 beantragt werden konnten und in Höhe von über 13 Mrd. Euro bewilligt wurden.

 

 

Aktuelles

Wir machen Urlaub!

28. Juni 2020

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Soforthilfe NRW für Gründerinnen und Gründer

16. Mai 2020

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